Edgar Cayce und die globale Erwärmung

* von Roland M. Horn
 
"Es wird Umwälzungen in der Arktis und der Antarktis geben, die verantwortlich für Vulkanausbrüche in den heißen Gegenden sein werden, und es wird eine Verschiebung der Pole geben, so dass dort, wo zuvor die frostigen oder die subtropischen Gebiete waren, diese tropischer werden, und Moos und Farne werden wachsen."


Diese Prophezeiung stammt vom amerikanischen Heiler und Propheten Edgar Cayce, der Anfang 1945 in Virginia Beach starb. Die von Cayce gegründete Association for Right and Enlightment spricht vom Jahr 2001, in dem diese Polverschiebung ihren Anfang nehmen soll. (s. hierzu Erinnerungen an Atlantis, S. 112 und http://dreamscape.com/morgana/phoebe.htm)

Am Montag, den 21. August 2000 stand ein Artikel mit der Überschrift "Wie die globale Erwärmung den Nordpol zerstört - ein führender Umweltschützer warnt vor katastrophalen Konsequenzen" in der UK Daily Mail, der freundlicherweise durch David Haith übermittelt wurde.

In der Zweitunterschrift wird die Frage "Eine eisige Vision unserer Zukunft?" gestellt. Im Artikel selbst wird auf einen Eisbrecher verwiesen, der in der Nordpol-Gegend unterwegs war, aber erstaunt feststellte, dass es dort gar nichts zum Brechen gab. Das Schiff bewegte sich auf freiem Wasser. Die gesamte Erde erwärmt sich, und das Eis schmilzt.
 

"Die Beweise dafür, dass die klimatischen Veränderungen, die katastrophale Konsequenzen für Britannien und den Rest der Welt haben, schneller vor sich gehen, als dies je jemand vorausgesagt hätte, summieren sich,"


schreibt Geoffrey Lean, der Autor des Artikels.

Gemäß neuer Befunde, die im renommierten Wissenschaftsjournal Nature veröffentlicht wurden, existiert zur Zeit mehr Kohlendioxid - der Hauptverursacher für die globale Erwärmung - in der Atmosphäre als zu irgendeiner Zeit während der letzten 20 Millionen Jahren.

Im vergangenen Monat berichtete die NASA, dass die Eisdecke, die den größten Teil Grönlands bedeckt, schnell zurückgeht. Im frühen Sommer dieses Jahres schloss ein Bericht des Washington Worldwatch Institute:
 

"Die Eisdecke der Erde schmilzt mit erstaunlicher Geschwindigkeit."


Wasserflecken, Polynyas genannt, öffneten sich diesen Sommer in der Arktis. Sie erschienen, als das Eis sich darüberschob, wobei es See-Flächen zurückließ, die nicht gefrieren, bis die Temperaturen im Winter fallen. Dr. Peter Wadham vom Polare Research Institute in Cambridge sagt, dass sie größer werden und häufiger vorkommen, wenn die Erde sich aufheizt.

Die Eis-Kappe, die er und andere Wissenschaftler entdeckt haben, ist nun ein wenig mehr als halb so dick als vor einem Viertel-Jahrhundert, und das Gebiet schrumpft schnell. Wadham sagt voraus, dass innerhalb von ein paar Jahrzehnten die Arktis im Sommer beinahe eisfrei sein wird und Schifffahrt zwischen Nordrussland und durch die Nord-West-Passage von Kanada möglich sein wird.

Die Antarktis verändert unterdessen ihre Form. Drei große See-Eis-Schichten - die Wordie-, die Larsen- und die Price Gustav-Schelfe -  verschwanden in der jüngsten Vergangenheit, und zwei weitere, die Larsen B- und die Wilkings-Schelfe, schrumpften gerade mal in den letzten beiden Jahren, und es ist zu erwarten, dass sie bald auseinanderbrechen.

Der Schwund dieses treibenden Eises sei alarmierend genug, heißt es weiter. Auch auf dem Land schwindet Eis - Gletscher ziehen sich von den Eiskappen Grönlands und der Antarktis zurück, und durch diese Massen steigt der Meeresspiegel und gefährdet Küsten und Inseln.

Die weltweiten Gletscher sind laut dem Worldwatch Institute heute kleiner als in jeder Zeit vor 5000 Jahren. Jedes Jahr verliert die Grönland-Eisdecke, die nahezu ein Zehntel des gefrorenen Wassers der Erde einschließt, ungefähr 12 Kubikmeilen  Eis, während einer der wichtigsten Gletscher der West-Antarktis-Eisdecke  auf  beinahe eine Meile zurückgeht.

Zwei pazifische Inseln, die zum Kiribati-Archipel gehören, verschwanden bereits unter den steigenden Wellen.

Schmölze die Eisdecke der Antarktis vollständig, würde der  Meeresspiegel um 20 Fuß anwachsen, und somit würden Küstengebiete und Landmassen bedroht - einschließlich London, Ost-England und dem britischen Tiefland.

Durch den anwachsenden Meeresspiegel würde auch der Golfstrom in Mitleidenschaft gezogen, der für unser mildes Klima verantwortlich ist. Dieser Strom ist abhängig von einer bestimmten Stelle auf Grönland, die "Odden Feature" genannt wird. Sie sorgt dafür, dass kaltes Wasser drei Meilen hinunter zum Ozeanboden sinkt. Dieses kalte Wasser bewegt sich dann entlang dem Meeresboden und treibt einen tiefen kalten Fluss an, der sich mit dem Golfstrom verbindet wie die Unterseite eines Laufbandes. Dieser Mechanismus geriet in den letzten 30 Jahren, als sich die Welt erwärmte, ins Stocken. Während fünf der vergangen sieben Jahre fehlte er komplett. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und dazu führen, dass wir den Golfstrom verlieren, wären die Auswirkungen katastrophal.

Britannien, das auf gleicher Höhe wie Sibirien liegt, könnte zufrieren, während der Rest der Welt wärmer wird. Doch das ist noch nicht alles, denn die ganze Welt wäre vom Ausbleiben des Golfstroms betroffen - und das ganz schnell.

Wissenschaftler glauben, dass das, was gegenwärtig geschieht, als ein Auslöser fungieren könnte, der das Weltklima in drei Zustände springen lassen könnte: ein mildes, wie wir es derzeit haben, ein deutlich kühleres und ein wesentlich wärmeres.

Untersucher  vergangener Klimate zeigen, dass derart dramatische Veränderungen in der Vergangenheit bereits vorkamen, und zwar innerhalb von ein paar Jahrzehnten - mit zerstörerischen weltweiten Effekten. Die Vorgänge in der Arktis können also das gesamte Weltklima verändern. Die Konsequenzen wären unabsehbar.

Nun sollte man annehmen, dass die Führer der Welt schnell handelt würden, um die Umweltverschmutzung , die die globale Erwärmung verursacht, zu zügeln, doch dies ist wohl nicht der Fall. Anfängliche Bemühungen erstickten mehr oder weniger im Keim.

Edgar Cayce sagte globale Veränderungen voraus. Und er datierte sie in etwa auf unsere Zeit. Er sagte aber auch, dass die Zukunft nicht unabänderlich festgelegt ist. Negative Entwicklungen können abgewandt werden! Auch wenn es fünf Minuten vor 12 ist. Wir sollten es endlich konsequent angehen!
 

Update:

Die Saarbrücker Zeitung vom 23.01.01 berichtet auf der Titelseite über die Ergebnisse einer einen Tag zuvor stattgefundene und von den Vereinten Nationen organisierten Konferenz in Schanghai.. Nach den Aussagen der Wissenschaftler aus aller Welt wird die starke Erwärmung der Erdatmosphäre, die in den nächsten hundert Jahren zu Veränderungen des Weltklimas führen würden, besorgniserregender seien als bisher angenommen. Bislang fruchtbare Gebiete könnten von Dürren befallen werden, während ein Abschmelzen des polaren Eises des Meeresspiegel ansteigen lassen könnte. Die Teilnehmer der Konferenz gingen von einer Erwärmung der Erdatmosphäre um 5,8 Grad Celsius in den kommenden hundert Jahren aus. Man betonte, dass der Temperaturanstieg auf die Luftverschmutzung und nicht auf natürliche Faktoren zurückginge. "Dies gibt den Regierungen der Welt neue Impulse, Wege zu finden, um zu ihren Verpflichtungen zu stehen und die Emissionen der Treibgase zu reduzieren", heißt es weiter. Der Grad der Klimaveränderung in diesem Jahrhundert sei größer als der in den vergangenen 10.000 Jahren. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftlern werden die Entwicklungsländer von den Veränderungen am meisten betroffen sein. Im schlimmsten Fall könnten die Meeresspiegel binnen der kommenden 1000 Jahre um bis zu drei Meter steigen. Küstenregionen in China, Ägypten und anderen Ländern sind der Gefahr einer Überschwemmung ausgesetzt. China, das bereits unter der Klimaveränderung leide, beklagt einen Rückgang der Ernte um zehn Prozent seit der schweren Dürre im Jahr 2000. Nach den USA ist China der zweitgrößte Hersteller von Treibhausgasen. Eine Einigung bezüglich der Reduzierung der Treibhausgase war bereits im November 2000 beim Klimagipfel in Den Haag an den USA gescheitert. Im Mai sollen die Verhandlungen in Bonn wieder aufgenommen werden...

Update 2:

Nach Informationen des SAT1-Textes vom 03.02.01. stieg im vergangenen Jahr zum ersten Mal der CO2-Ausstoß in Deutschland wieder an. Laut einem Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung liegt dieser Anstieg am vermehrten Einsatz von Braunkohle der ostdeutschen Industrie. Geplant war allerdings eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 25% bis zum Jahr 2005.

Das Eis am Südpol schmilzt noch schneller als erwartet, wie die wissenschaftliche Zeitschrift Science vermeldete. Der riesige Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis werde nach britischen Wissenschaftlern in 600 Jahren verschwunden sein. Der Gletscher würde vier Millionen Tonnen Masse pro Jahr verlieren, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels von 0,1 Millimetern pro Jahr zur Folge hätte. Würde die gesamte westantarktische Eisplatte sinken, könnte der Meeresspiegel weltweit um fünf Meter steigen! (Saarbrücker Zeitung vom 03.01.2001)

Update 3:

"Es droht der Klima-Gau" berichtete der SAT1-Text vom 19.02.01. Unter  Berufung auf UN-Experten besagte der Videotext, dass auf der Klima-Konferenz in Genf ein regelrechtes Horrorszenario entworfen wurde. Danach führe die zunehmende Erderwärmung um 5,5 bis zu 6,5 Grad in diesem Jahrhundert (gemeint ist wohl das gerade vergangene, R.M.H) wahrscheinlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels zwischen elf und 88 Zentimetern. Dadurch kämen Millionen von Menschen in Küstennähe in Gefahr, und durch verseuchtes Trinkwasser brächen Krankheiten aus. In bereits jetzt heißen und trockenen Gebieten (vor allem in Asien) seien ganze Ernten bedroht und Tierarten stürben aus.

Update 4:

Am 16. Juli 2001 begann der Bonner Klimagipfel, der bis zum 27.07.2001 dauern soll. Die Verhandlungen waren zuvor im November 2000 in Den Haag abgebrochen worden. George Bush verkündete im März 2001 den Ausstieg der USA mit der Begründung, das 1997 getroffene Abkommen sei ungerecht. (In den USA wird bis zu 20x soviel Energie verbraucht wie in den armen Ländern. Nun ist die für das Jahr 2002 vorgesehene Ratifizierung in Gefahr. (http://wissenschaft-online.de). Das Kyoto-Proktokoll von 1997 sieht vor, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2012 weltweit unter das Niveau von 1990 zu senken. Um in Kraft zu treten, muss das Abkommen von Staaten ratifiziert werden, die 1990 für mindestens 55 Prozent  der Emissionen verantwortlich waren. Eingeladen zur Konferenz sind die 186 Vertragsstaaten der 1992 in Rio de Janeiro unterzeichneten Klima-Rahmenkonvention. Auch während des Gipfels scheint die USA trotz dramatischer Appelle aus verschiedenen Staaten nicht zum Einlenken bereit. Der Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen  sagte einen drastischen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen voraus. Die Erwärmung gehe schneller voran als vorhergesagt. Ein weiterer Anstieg zwischen 1,4 und 5,8 Grad Celsius sei vorauszusehen, und die Folgen seien: "steigender Meeresspiegel, abschmelzende Gletscher, veränderte Niederschläge, verstärkte Wüstenbildung, häufiger gewaltige Stürme, Niederschläge und Dürre." (Saarbrücker Zeitung vom 16. Juli 2001)
 
Update 5:

Die Internet-Seite http://www.wissenschaft-online.de vermeldet am 19.03.2002 den "Größten Eisabbruch in der Antarktis seit 30 Jahren. Der Artikel verweist auf Satellitenaufnahmen, auf denen zu sehen sei, dass sich seit Januar der nördliche Teil des antarktischen B-Eisschelfs vom Kontinent gelöst hat. Dies ist nach Auskunft des National Show and Ice Date Center in Boulder das größte Ereignis seit 30 Jahren. Die aus unzähligen einzelnen Schollen und Eisbergen bestehende Masse ist 3250 km2 groß. Der bis dahin gleichmäßig 5700 km2 große Larsen-B-Eisschelf hat in den letzten fünf Jahren in der Ostantarktis rund 60% seiner Fläche eingebüßt. Da die antarktischen Eisschelfe einen wichtigen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Inlandeismassen haben, fürchten Forscher, dass die antarktische Gletscher in der Region von nun ab schneller ins Meer fließen.

Update 6:

Spektrumdirekt berichtet am 19.04.2002 unter Bezugnahme auf Nature 416, zwei Wissenschaftlergruppen aus der Schweiz und Großbritannien hätten unabhängig voneinander davor gewarnt, dass die Erwärmung des Klimas auf der Erde stärker als befürchtet sein könnte. Reto Knutti und seine Kollegen von der Universität Bern erwarten wie Peter Stott vom Hadley Center for Climatic Prediction and Research und Jamie Kettleborough vom Rutherford Appleton Laboratory eine starken Anstieg der globalen Temperaturen schon innerhalb der der nächsten 20 Jahre! So könnte es im Jahr 2030 - vollkommen unabhängig von der zukünftigem Ausstoß von Gasen wie Kohlendioxid, Lachgas oder Methan - zwischen 0,5 und 1,10C  wärmer sein als heute. Klimaschutzbemühungen könnten laut Knutti bestenfalls in einigen Jahrzehnten greifen, da die Erde nur langsam auf die Emissionen reagiere.

Update 7:

Spiegel Online vermeldete im Mai 2005, dass sich in der Antarktis erneut ein gigantischer Eisblock (70 km lang) namens "C-18" vom Festeis gelöst habe und sich nun nach Norden bewege. Er brach vom Ross-Schelf ab, wie das Nationale Eis-Forschungszentrum in Suitland im US-Bundesstaat Maryland mitteilte. Dort waren die vom 5. Mai aufgezeichneten Infrarot-Aufnahmen des Naturereignisses ausgewertet worden.

Update 8:

Schon kurze Zeit nach Verfassen des "Update 7" kam eine neue Meldung: "Antarktisches Ross-Schelf schrumpft weiter", hieß es bei wissenschaft online am 14.05.02. Dort lesen wir, dass "C 18" mögllichwerise einen bereits bestehen Riss vergrößerte. Auf Satellitenaufnahmen kann man erkennen, dass der Schelf entlang seiner Vorderseite gebrochen ist und sich derzeit eine etwa 200 Kilometer lange Scholle löst. Der Riss besteht vermutlich seit Jahrzehnten. Obwohl dieser Prozess natürliche Folge der ständig nachschiebenden Eismassen aus dem antarktischen Inland ist, machen sich die Forscher des Antarctic Meteorological Reseach Center in Wisconsin-Madison wegen der seit März 2000 zunehmenden Zahl von Eisabbrüchen Sorgen. Der Eisrückgang in der Antarktis könnte in Zukunft  noch beschleunigt werden.

Update 9:

Am 03.09.2002 vermeldete Wissenschaft Online, dass die Eisdecke an den Polen nach neuen NASA-Erkenntnissen schneller als erwartet schmilzt. In der Hauptsache in weiten Teilen Südost-Grönlands und in der Westantarktis seien die Veränderungen gemessen worden. Allein Grönland verliere durch die Eisschmelze jährlich 50 Kubikkilometer an Masse, und dadurch steige der Meeresspiegel um 0,13 Millimeter an. Ein paar warme Sommer reichten als Erklärung für diese Phänomen nicht aus, sagt Eric Rignot vom JPL. Man müsse davon ausgehen, dass die Meeresspiegel innerhalb der folgenden 100 Jahren um 40 bis 80 Zentimeter anstiegen. Gründe seien die Erderwärmung. Verändere sich die Situation an den Gletschern schneller als erwartet, wäre eine schnellere Ausdehnung der Meere und eingehende Überschwemmungen denkbar. In dem Bericht wird interessanterweise eingeräumt, dass sich einige Komponenten des Klimasystems "sehr rasch" verändern könnten. Die Folgen könnten verheerend sein. Ein umfassendes Schmelzen der Eisdecke von Grönland und der Antarktis könnte die Meeresdecke auf insgesamt 70 Zentimeter anheben und schon ein kleines Ungleichgewicht zwischen neuem Schneefall und das Abschmelzen von Gletschern könne den Anstieg des Meeresspiegels stark beeinflussen. Die Rate des Eisverlustes habe sich seit 1998 verdoppelt, sagt der Geologe Mark Meier von der University of Colorado in Boulder.

 Update 10:

Wissenschaft Online berichtet am 25.09.2003, dass das größte Eisschelf der Arktis, das Ward Hunt Ice Shelf, das an der Nordküste der Ellesmere Island liegt, infolge der Klimaerwärmung auseinander gebrochen sei. Die durchschnittliche Erwärmung in dieser Region hatte sich in den vergangenen 30 Jahren vervierfacht.

In den letzten drei Jahrzehnten hatte das im nördlichsten Teil Kanadas gelegene Schelf stark an Masse verloren, und in den Jahren zwischen 2000 und 2002 war es in zwei große und mehrere kleine Teile zerbrochen.

Ein durch die Eismassen im Disraeli Fjord aufgestauter See mit einer einzigartigen Planktonfauna ging dabei verloren. Das Gewässer enthielt Süß- und Salzwasser und war als der größte Eisschelfsee in der gesamten irdischen Nordhalbkugel bekannt.

Das Auseinanderbrechen des seit 3000 Jahren bestehenden Schelfs wurden von Warwic Vincent von der Laval University in Quebec City und seinen Mitarbeitern per Radar und durch Erkundungsflüge beobachtet und dokumentiert.

 Update 11:

T-Online und dw-world.de berichten am 26.03.2008 von einem 25 Kilometer großen  Eisblock, der aus dem Eis der Antarktis abgebrochen sei. In der betreffenden Region sei der Temperaturanstieg besonders hoch. Satellitenaufnahmen belegen den Zerfall von bereits 414 Quadratkilometern des so genannten Wilkins-Schildes. Damit lösten sich insgesamt Eis von etwa der doppelten Fläche der Stadt Frankfurt am Main ab. Der führende NSIDC-Wissenschaftler Ted Scambos sagt, dass der Einbruch den Klimawandel bestätige. In den vergangenen 50 Jahren sei in der Region der stärkste Temperaturanstieg weltweit verzeichnet worden. An der gesamten Westantarktis seien die Temperaturen innerhalb von 50 Jahren um durchschnittlich 2,5 Grad gestiegen. Es begann 1995 mit dem 75 Kilometer langen und 37 Kilometer breiten Schelfs Larsen A. Über den Einbruch des 37 Kilometer breiten Schelfs Larsen B haben wir ja bereits weiter oben berichtet. Der deutsche Expeditionsleiter und Polar-Experte Arved Fuchs, sagte, in der Arktis sei im vergangenen Sommer eine Fläche abgetaut, die etwa der vierfachen Fläche Deutschland entspräche. Er  bezeichnete den Rückgang des polaren Eises als sehr bedrohlich und sprach von einem "absoluten Minusrekord, seit man so etwas beobachtet hat." Bedrohlich ist diese Entwicklung deshalb, weil die Meeresspiegel anstiegen.

Eine Pressemitteilung des Informationsdienst Wissenschaft gab am 21.11.2007 bekannt, dass abschmelzende Eisschilde nicht nur zu einer schnellen Hebung und Aufwölbung als Folge der Entlastung, sondern auch zu starken Veränderungen des Spannungsfeldes in der Erdkruste führen könne. Solche Veränderungen im Spannungsfeld hätten nach der letzten Eiszeit im Teton-Gebirge im Nordwesten der USA mehrer starke Erdbeben ausgelöst. Dies ergibt sich aus einer Studie von Prof. Dr. Ralf Hetzel vom Geologisch-paläontologischen Institut der WWU Münster, die er gemeinsam mit Dr. Andrea Hampel von der Ruhr-Universität Bochum und Dr. Alexander L. Densmore von der Universität Durham erstellt hatte. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Klimaschwankungen die Seismizität der Erdkruste entscheidend beeinflussen können. So werfen sie die Frage auf, ob das derzeitige Schmelzen des Inlandeises - z.B. von Grönland - in Zukunft Erdbeben auslösen könne.

Wir wissen, dass Edgar Cayce neben den Umwälzungen in der Antarktis auch starke Änderungen im physischen Erscheinungsbild der Erde vorausgesagt hat, wobei er teilweise auch den Begriff "Erdbeben" direkt nennt, häufiger aber von Umwälzungen spricht. Diese werden aber kaum ohne Beteiligung von Erdbeben ablaufen können.

In diesem Zusammenhang sei auch an ein Erdbeben in der Polarregion erinnert, das erst kürzlich stattgefunden hat:

Am Morgen des 21.02.2008 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,2 die norwegische Polarinselgruppe Spitzbergen. Das Epizentrum lag mehrere Kilometer tief in der Berentsee und 140 km  südöstlich der Stadt Longyearbyen. Bei dem Beben handelte es sich um das stärkste in Norwegen in neuerer Zeit. (dpa/baz am 21.02.2008)

Spektumdirekt spricht am 23. Januar 2008 von dem Fund ausgedehnter Spuren eines  Vulkanausbruchs, die auf Radaraufnahmen unter dem Eis der Westantarktis  entdeckt wurden. Der Hotspot sei heute immer noch aktiv und könnte helfen zu erklären, warum ausgerechnet in dieser Region die Gletscher besonders stark schwinden. Hugh Corr und David Vaughn vom British Antarctis Survey fiel bei einer Überfliegung des Gebiets rund um den Pine Island-Gletscher eine starke Reflexion in den mittleren Eisschichten auf. Diese Reflexion bedeckt eine Fläche von 23 000 Quadratkilometer und ist somit etwas so groß wie die Fläche Mecklenburg-Vorpommerns. Die Forscher deuten diese Fläche als eine Aschelage einer Vulkaneruption.  Nach der Schätzung der Forscher wurden bei diesem Ausbruch zwischen 0,02 und 0,3 Kubikkilometer Brocken, Staub und Asche in die Luft gesprengt, wobei eine bis zu fünf Kilometer große Wolke entstand. Hierbei handelte es sich wohl um den stärksten Ausbruch der letzten 10 000 Jahren in der Antarktis. Der Fluss des Pine-Island-Gletschers hat sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt. Nach Meinung der Forscher hat Wärme aus vulkanischer Aktivität dazu beigetragen, denn Schmelzwasser auf der Unterseite der Eismasse gäbe ein hervorragendes Schmiermittel ab. Die Antarktis beherbergt zahlreiche stille und auch noch aktive Vulkane.

In Bezug auf das Thema Eisschmelze in der Antarktis spricht spektumdirekt am 15. Januar 2008 von einem beschleunigten Eisschwund in der Antarktischen Halbinsel, die am weitesten nach Norden Richtung Südamerika reicht. Neun von zehn Gletschern hätten sich in den letzten Jahrzehnten zurückgezogen und nackten Fels freigelegt. Das Larsen-Eisschild soll vor dem Beginn der Erwärmung während der letzten 10 000 Jahren stabil gewesen sein. In der Westantarktis tauten die Gletscher langsam ab. Bezüglich der Ostantarktis ist die Datenlage schwieriger, doch mit Hilfe der so genannten Radiointerferometrie, mit der aus dem All Fließgeschwindigkeiten von Gletschern einigermaßen gut ermitteln werden können, da sie die verschiedenen Empfangsstärken  der von Geländeoberflächen reflektieren Radar Signale erfasst, konnte Eric Rignot von der Universität in Kalifornien und seine Kollegen feststellen, dass es auch dort hohe Eisverluste gibt.

Update 12:

Veränderung der Vegetation der letzten 29 Jahre: Grün = mehr Pflanzen; Braun = weniger Pflanzen.Am 05.06.2016 meldet spiegel.de: "Nasa-Bild der  Woche: Die Artktis wird grün" und der Autor des Artikels., präzisiert die Angaben im Anschluss mit den Worten: "Das nördlichste Amerika wird grüner. Teile der  arktischen Tundren ähnlen mittlerweile Lanschaften in wärmeren Gefilden und zitiert den Nasa-Forscher Jerffrey Massek mit den Worten: "Der Trend zum Grün ist unzweifelhaft."

Knapp ein Drittel des Untersuchungsgebietes (s. Karte) sei grüner als vor 29 Jahren, während nur drei Prozent  Vegetation eingebüßt hätten, wie auf den Bildern der Landsat-Satelliten zu sehen ist. Als Ursache wird der Klimawandel genannt. Schwerpunkte dieses Wandels seien die Tundra  Westalaskas , die Nordküste von Kanada und die Tundra von Quebec sowie Labrador im Osten von Kanada. 

Bildquelle: Das Goddard Space Flight Center der NASA/Cindy Starr (Abdruck im Spiegel-Online Artikel)


Literatur zum Thema:

Apokalyptische Endzeit


Roland M. Horn:
Apokalyptische Endzeit
Leben wir in der Zeit der letzten Verheißung?
Bohmeier Verlag Leipzig 2009
160 Druckseiten, Softcover, Format DIN-A5




Erinnerungen an Atlantis

Roland M. Horn:
Erinnerungen an Atlantis
Unsere geheime Vergangenheit, Edgar Cayce und die Suche nach den Ursprüngen
Bohmeier-Verlag, Lübeck 1999
ca 150 Druckseiten, 16 Farbbildseiten
 



Roland M. Horn: Das Erbe von Atlantis

Roland M. Horn:
Das Erbe von Atlantis
Die geheimen Vermächtnisse eine längst vergangenen Kultur
Bohmeier Verlag Lübeck 2001
192 Druckseiten, 16 Farbbildseiten

Astronomie und Grenzwissenschaften

Roland M. Horn auf alien.de

Copyright ©: Roland M. Horn | Kontakt | Impressum | Stand: 18.10.2017

Astronomie und Grenzwissenschaften   Cover: Nur eine Geschichte
  Roland M. Horn: UFOs Okkultismus und Mysterien: Heute und im dritten Reich   
  Roland M. Horn: Atlantis - Alter Mythos - Neue Beweise
  Der letzte Atlanter
  Roland M. Horn: Apokalyptische Endzeit
  Erinnerungen an Atlantis
  Roland M. Horn: Das Erbe von Atlantis
  Roland M. Horn: "Sie sahen aus wie Untertassen"
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  Roland M. Horn: Sie kamen aus der Zukunft - Das Geheimnis der alten Propheten
  Roland M. Horn: Geheimagenten aus der Zukunft?
Lars A. Fischinger und Roland M. Horn: UFO-Sekten
  Roland M. Horn: Leben im Weltraum
  Roland M. Horn: In den Händen fremder Mächte