Und wieder: Schwarze Löcher


Am 5. Juni des Jahres 2000 wurden gleich zwei Presse-Informationen veröffentlicht, die erneut Hubble-Daten zum Thema Schwarze Löcher enthielten. Nachfolgend die beiden Texte ins Deutsche übersetzt:
 
 

Schlemmendes Schwarzes Loch bläst Blasen


(Das Bild zum Text und den Originaltext  finden Sie hier.)
 

Die ungezogen Tischmanieren eines gewaltiges Schwarzen Loches beinhalten das Abblasen großer Blasen heißen Gases in den Weltraum. Zumindest ist dies die geschmackliche Gewohnheit, die das supermassive Schwarzen Loch, das im Mittelpunkt der nahegelegenen Galaxie NGC 4438 beheimatet ist, verfolgt.Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form bekannt als eine einzigartige Galaxie, befindet sich NGC 4438  im Virgo-Sternhaufen,  der  50 Mio. Lj. von der Erde entfernt ist.

Diese NASA Hubble Telescope Bilder von der zentralen Region der Galaxie zeigen deutlich eine der Blasen, die aus einem dunklen Staubband aufsteigen, Die andere Blase, die aus aus einem Staubband auströmt, ist selten sichtbar und erscheint als gedimmter roter Klacks im zusammengerückten Bild des Galaxien-Mittelpunkts (das farbige Bild rechts). Der Hintergrund des Bildes repräsentiert eine umfassendere Sicht der Galaxie mit der zentralen Region, die durch einen weiße Kasten definiert ist.

Dies extrem heißen Blasen werden durch die unbändigen Essgewohnheiten des Schwarzen Loches verursacht. Die Ess-Maschine verstopft sich selbst mit einem Bankett aus Material., das  in einer Zuwachsscheibe (der weißen Region unter der hellen Blase) um es herum wirbelt. Einiges von diesem Material wird von der Scheibe in  entgegengesetzte Richtungen ausgespeit. Ähnlich wie druckvolle Gartenschläuche agierend, fegen diese beiden Materie-Strahlen Material auf ihrem Weg aus. Dies Strahlen schlagen endlich in eine Wand aus dichtem, sich schnell bewegendem Gas, das mindestens mit 223 mph (360.000 kmh) wandert. Der Zusammenstoß produziert das glühende Material. Die Blasen werden weiter expandieren und sich letztlich zerstreuen. Verglichen mit dem Leben der Galaxie ist die Blasen-blasende Phase eine kurzlebiges Ereignis.

Die Blase ist auf der einen Seite des Galaxien-Zentrums ist wesentlich heller, da der Strahl in einer dichteren Menge von Gas explodiert. Die hellste Blase ist 800 Lj. hoch und 800 Lj. breit.

Die Beobachtungen wurden am 5. Juni auf dem Treffen der American Astronomical Society in Rochester, New York, vorgestellt. Beide Bilder wurden am 24. März 1999 mit der Wide Field and Planeteary Camera 2 aufgenommen. Falsch-Farben wurden verwendet, um die Details der Blasen zu steigern, Die roten Regionen auf dem Bild kennzeichnen das heiße Gas.

Herausgeber: NASA und Jeffrey Kenney und Elisabeth Yale (Yale University)
 
 
 

Soweit die Übersetzung des ersten der beiden "Schwarze Löcher"-Artikel. Da kann ich nur einen Guten Appetit wünschen und zum nächsten Artikel kommen:
 
 

Schwarzes Loch schüttet Licht auf Galaxien-Bildung


Astronomen schließen, dass monströse Schwarze Löcher nicht einfach einfach groß geboren wurden, sondern stattdessen in einer abgemessenen Gas-Nahrung wuchsen und Sterne durch ihre Gastgeber-Galaxien in den Bildungsjahren des Universums kontrollierten. Diese Resultate, die mittels einer Zählung von mehr als 30 Galaxien mit dem starken "Jagd auf Schwarze Löcher"-Spektrografen ermittelt wurden, zeichnen ein umfassendes Bild von der Evolution einer Galaxie und seiner langen und engen Beziehung zu seinem riesigen zentralen Schwarzen Loch.

Auch wenn  weitere Analysen ausstehen, stützt ein initialer Blick auf Hubbles Beweise die Idee, dass gewaltige Schwarze Löcher nicht der Geburt einer Galaxie vorausgehen, sondern sich stattdessen mit der Galaxie durch Fangen eines erstaunlich exakten Prozentsatzes (0,2 Prozent) der Masse des knolligen Zentrums von Sternen und Gas in der Galaxie entwickeln.

Das bedeutet, dass Schwarze Löcher in kleinen Galaxien relativ unterernährt werden - sie wiegen lediglich einige Millionen Sonnenmassen. Schwarze Löcher im Zentrum  gewaltiger Galaxien - einige kippen den Maßstab von über einer Milliarde Sonnenmassen um - verschlangen gierig einfallendes Gas, die sie einst als Quasare, die hellsten Objekte im Kosmos, entflammten.
 

Das letzte Glied in der Kette ist, dass die finale Masse eines Schwarzen Loches nicht uranfänglich ist - sie wurde während des Prozesses der Galaxien-Bildung bestimmt. "Dies unterstützt die ursprüngliche Theorien, warum Schwarze Löcher wichtig sind und wie sie ihre Masse erhielten. Es legt nahe, dass die hauptsächlichen Ereignisse, die eine Galaxie entstehen ließen und jene, die ihr Schwarzes Loch als einen Quasar scheinen ließen, die gleichen Ereignisse waren,", sagte John Kormendy von der Universität of Texas in Austin. "Diese Ergebnisse sind ein Katalysator, der dazu verhilft, viele Untersuchungs-Fäden miteinander zu verknüpfen."

Über diese Resultate berichteten Kormendy, Karl Gebhardt (Lick Observatorium), Douglas Richstone (University of Michigan) und ein Internationales Team von Mitarbeitern auf dem 196sten Treffen der American Astronomical Society in Rochester, New York.

Obwohl diese verborgene Beziehung zwischen einem schwarzen Loch und seiner Gastgeber-Galaxie seit einigen Jahren vermutet wird, wurde sie [diese Vermutung] durch Hubbles Entdeckung von mehr super-massiven Schwarzen Löchern in den Zentren von Galaxien, was die Zahl der nun für Studien zugänglichen Schwarzen Löcher auf 30 erhöht, bestärkt. "Zum ersten Mal können wir starke Einschränkungen in der Verbindung zwischen Galaxien-Bildung und Schwarze-Loch-Bildung und -Wachstum machen, sagte Kormendy.

Die Resultate zeigen eine enge Beziehung zwischen der Masse der Schwarzen Löcher und den Sternen, die eine elliptische Galaxie oder die zentralen gewölbten Sterne einer Spiralgalaxie umfassen. Doch überraschenderweise wurde eine noch engere Korrelation gefunden. In manchen Fällen wird das Schwarze Loch nicht nur durch den Zuwachs von Gas in isolierten Galaxien, sondern auch durch den Zusammenschluss von Galaxien, wo sich Paare von Schwarzen Löchern vereinigen, vergrößert.

Die Resultate erklären ebenso, warum Galaxien mit kleinen Wölbungen wie unser Milchstraße winzige zentrale Schwarze Löcher von ein paar Sonnenmassen haben, während riesige elliptische Galaxien, die Schwarze Löcher von milliardenfacher Sonnenmasse beherbergen, z.T. immer noch aus ihren Tagen als Quasare glimmen. Scheibenförmige Galaxien ohne eine zentrale Wölbung von Sternen haben entweder kein oder nur kleine Schwarze Löcher , die unter der  Auflösungsgrenze von Hubble liegen.

Die Befunde basieren auf zwei Arten von Hubbles Beobachtungen. Verschiedene Teams maßen die Massen der Schwarzen Löcher durch Aufzeichnen der Drehgeschwindigkeit der Gasscheibe, die um die Schwarzen Löcher gefangen sind und wie Wasser um einen Abflusses strudeln. Andere Teams maßen die Bewegungen von Sternen rund um den Mittelpunkt der Galaxien wie die eines Bienenschwarms, der um einen Bienenkorb schwebt. Je massiver die Wölbung ist, desto größer ist die Geschwindigkeit der Sterne.

"Andere Beobachtungen der gesamten stellaren Masse der Wölbung zeigen eine sehr enge Beziehung zwischen der Masse eines Schwarzen Lochs und der Tiefe des Schwerkraft-Potentials, wie  durch die zufällige Höhe der Geschwindigkeit  von Sternen im Mittelpunkt der Galaxie gemessen wurde. Dies bestärkt die Folgerung, dass die Wechselbeziehung der Masse real ist," sagte Gebhardt.

Eine Fotoillustration und den Originaltext finden Sie hier.

Roland M. Horn

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